Prostitution in Norwegen

16 Mai 2014 | By admin in Allgemein

Informationen über Fjell und Fjorde findet man in jedem Norwegen-Blog. Eher stiefmütterlich behandelt werden dagegegen in der Regel alle Themen, die mit Sex zu tun haben. Doch auch Norwegenurlauber werden von Zeit zu Zeit von ihren Trieben übermannt – daher sollte man(n) sich auch mit dem Thema Prostitution in Norwegen auseinandersetzen.

Je nach Land und Kultur wird der Prostitution im jeweiligen Land unterschiedliche Bedeutung und vor allem auch ein differenziertes Ansehen bemessen. In den meisten Ländern und Kulturen wird die Prostitution weiterhin als eher abwertend und negativ angesehen und mehr mit Abscheu und Ekel verbunden. Welche Beweggründe und Geschichten die einzelnen Prostituierten besitzen und welche Absichten hinter der Ausübung ihrer Tätigkeiten stehen, wird oftmals außer Acht gelassen und nicht weiter nachgefragt und darauf eingegangen.

Kauf von Sex in Norwegen verboten

Wie in den meisten Ländern wird die Prostitution in Norwegen zwar akzeptiert, jedoch nicht als eigenständige und „normale“ Tätigkeit zur Finanzierung des eigenen Lebens angesehen. Die eigenständige Prostitution als solche wurde in Norwegen nicht verboten. Doch begann das Verbot von Bordellen schon im Jahre 1884. Neun Jahre später wurde sogar die Registrierungspflicht und die verpflichtenden ärztlichen Untersuchungen für Prostituierte aufgehoben und als nicht mehr wichtig angesehen. Seit 1995 steht auch die Vermietung von Räumen, Gebäuden und dergleichen zum Zwecke der Prostitution als Strafbarkeit fest und wird mit Strafen geahndet. Doch nicht nur die Vermietung bestimmter Räumlichkeiten ist strafbar. Auch die Prostitution auf der Straße ist illegal und damit strafbar und wird mit Strafe bedroht. Im Jahre 2007 wurde ein Gesetzentwurf angekündigt, welcher im Jahre 2009 eingeführt wurde. Dieser bedroht alle Freier mit Strafe. Prostituierte an sich machten sich demnach jedoch nicht selbst strafbar. Bestraft wurde also nicht die Hure, welche die Prostitution anbietet, sonder „nur“ derjenige, welcher die sexuelle Dienstleistung für sich in Anspruch nahm. Dieses Prinzip wird jedoch von der Interessenvertretung der norwegischen Prostituierten – Pion Prostituertes Int.org. i Norge – dahingehend bemängelt, dass die Prostituierten hierdurch vermehrt gewalttätigen Freiern und diversen Gefahren ausgesetzt und in den Untergrund gedrückt werden würden. Die Prostitution in Norwegen ist demnach bis heute noch ein brisantes Thema. Urlaubern ist vom Besuch einer Prostituierten abzuraten.

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