Posts Tagged ‘Wasserkraft’

Aufschwung für erneuerbare Energien in Norwegen

Juni 17th, 2010 | By admin in Allgemein | 1 Comment »

Norwegen will seine CO2-Emissionen weiter reduzieren. Dabei ist das skandinavische Land bei der Stromerzeugung durch Wasserkraft bereits spitze: Mit Wasserkraft produziert Norwegen schon heute mehr Strom als es selbst benötigt. Trotzdem verfolgt Norwegen ehrgeizige Pläne, um seine vorzüglichen klimatischen und topografischen Voraussetzungen für Wind- und Meereskraft stärker nutzen.

Die norwegische Regierung hat das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2016 die Nutzung von erneuerbaren Energien um 30 TWh/Jahr zu steigern. Bei diesem Vorhaben spielt die Windkraft eine entscheidende Rolle. Norwegen ist klimatisch und topografisch ein idealer Standort für Windenergie. Jedoch wurde diese bisher kaum erschlossen. Um die erklärten Produktionsziele zu erreichen, ist ein regelrechter Windkraftbauboom zu erwarten. Das Potenzial für per Windkraft erzeugten Strom liegt in Norwegen nach Branchenschätzung bei 66 TWh/Jahr. Gerade im Bereich der Entwicklung von Offshore-Windanlagen wird Norwegen aufgrund seiner Kompetenz im Zusammenhang mit der Öl- und Gasförderung vor der norwegischen Küste viel zugetraut.

Die Wellen- beziehungsweise Meereskraft besitzt in Norwegen noch größere Potenziale für die Stromerzeugung als die Windkraft, jedoch sind die Technologien in diesem Bereich bisher deutlich weniger ausreift. Trotzdem gilt Norwegen als Wellenkraftpionier und seine offene Meeresküste bietet beste Voraussetzungen, um die Kraft des Meeres zu erschließen. Als erster Prototyp eines Osmosekraftwerks weltweit wurde im Herbst 2009 im norwegischen Tofte am Oslofjord ein Kleinstkraftwerk in Betrieb genommen.

Wasserkraft in Norwegen

Februar 16th, 2010 | By admin in Allgemein | Kommentare deaktiviert für Wasserkraft in Norwegen

Fast der komplette Strombedarf (etwa 98 Prozent) in Norwegen wird durch Wasserkraftwerke erzeugt. In Norwegen gibt es nämlich weder Atom- noch Kohlekraftwerke (wenn man von dem Kohlekraftwerk in Longyearbyen auf Svalbard mal absieht). Zwar fördert Norwegen Erdöl und Erdgas, diese wird jedoch nicht für die Energiegewinnung im eigenen Land eingesetzt.

Die Nutzung der Wasserkraft hat in Norwegen Tradition und war bereits die Grundlage für die Industrialisierung des Landes. Den Anfang machten einfache Wassermühlen, später folgten wassergetriebene Generatoren zur Gewinnung von Strom. Auf Grund der stark zerklüfteten norwegischen Landschaft wurden dezentral kleine und große Wasserkraftwerke errichtet, die ihr näheres Umfeld mit elektrischer Energie versorgten. Diese kleingliederige Struktur ist bis heute erkennbar: Anders als in Deutschland gibt es in Norwegen zahllose kleine und große Energieanbieter.

Da die Endverbraucherpreise in Norwegen sehr gering sind, ist der Stromkonsum in Norwegen überdurchschnittlich hoch: Der Energieverbrauch liegt weit über dem Durchschnitt der OECD-Länder, der Stromverbrauch ist mit 23.200 kWh pro Kopf gar der höchste weltweit. Einer der Hauptgründe hierfür ist, dass die Mehrheit der Gebäude mit Strom geheizt wird. Es ist vielerorts selbstverständlich, dass das Licht in Räumen brennt, die über Stunden und Tage nicht genutzt werden. In einigen öffentlichen Gebäuden sind nicht einmal Lichtschalter vorhanden. Die oft angeführte Begründung lautet, dass Wasserkraft eine saubere Energiequelle sei und es genügend Wasser gäbe.